Vom Glauben, Schützen und Wissen

Der Wald, das beschreibt der jüngst erschienene Waldzustandsbericht des Bundes, ist in so schlechtem Zustand wie seit sehr langer Zeit nicht mehr. Und mit dem Wald stehen oft auch Existenzen auf dem Spiel. Manche glauben eine Lösung für das Dilemma gefunden zu haben. Andere haben sich speziell dem Schutz des Waldbodens verschrieben und die Nächsten möchten das Waldwissen mehren. In dieser Podcast-Folge kommen sie alle zu Wort…

Jene die glauben, mit alternativen Geschäfts- und Organisationsideen einen Weg aus der Waldmisere gefunden zu haben, sind die Vertreter der Forstbetriebsgemeinschaft Ostharz. Aus mancher Idee ist schon etwas Greifbares erwachsen, anderes steckt noch in den Kinderschuhen und wird diese eventuell nie verlassen. Trotzdem lohnt ein Blick auf die Ideen, auch um daraus zu lernen.

Aus der Versauerung des Bodens der 1980er Jahre wurde zumindest staatlicherseits seither nicht allzu viel gelernt, wenn man Klaus und Wilpert und Frank Liemandt von der IG Waldbodenschutz zuhört. Sie möchten das Problem im wahrsten Sinne des Wortes bei den Wurzeln packen und den Wald mit einer konsequenten Kalkung des Waldbodens widerstandsfähiger machen. Das Problem daran: es ist ein teures und aufwändiges Unterfangen, könnte aber viel Geld sparen, wenn der Wald dadurch weniger anfällig wird für Schäden. http://www.waldbodenschutz.de

Und die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Waldeigentümer (AGDW) geht die modernen Probleme des Waldes mit modernen Medien an – einem neuen Wald-Wiki, das das Waldwissen mehren soll. Denn wie meinte schon Francis Bacon: “Wissen ist Macht”. Das kollaborative Wald-Wiki hat ein Ziel: Wer mehr über den Wald und die Zusammenhänge kennt, geht idealerweise bewusster mit ihm um. http://www.wald-wiki.de
Wissen hilft, den Wald zu schützen. Und so fällt so mancher auch weniger auf Wald-Esoteriker herein, die im Förstermäntelchen daherkommen und mit wenig wissenschaftlichem Geschwurbel eigentlich auch nur Geld verdienen möchten.

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